Bitterstoffe – verborgene Gesundmacher und Fatburner

leichte küche

Abnehmen mit zweifelhaften Diät-Versprechen? Besser nicht. Stattdessen kannst Du Deinem Körper mit natürlichen Lebensmitteln etwas Gutes tun, beispielsweise mit Bitterstoffen. Diese sind sehr gesund und haben viele positive Effekte auf den Körper haben. So helfen sie unter anderem bei Übelkeit, gegen Bakterien, unterstützen die Verdauung und sind auch richtige Fatburner. Durch ihre basischen Eigenschaften stellen sie außerdem das Säure-Basen-Gleichgewicht wieder her. Wie Bitterstoffe wirken und welche Lebensmittel sich besonders gut eignen, verrate ich Dir hier.

Du hast noch nie von Bitterstoffen gehört?

Das ist nicht verwunderlich. Noch vor wenigen Jahrzehnten waren in Getreide, Gemüse- und auch vielen Obstsorten noch deutlich mehr Bitterstoffe enthalten, als es heute sind. Zugunsten eines lieblicheren Geschmacks werden heutzutage viele Bitterstoffe aus Pflanzen extrahiert und weniger bittere Sorten gezüchtet. Durch unseren modernen Lebensstil, welcher mit viel Stress und Zeitdruck einhergeht, ernähren sich viele Menschen von schnell zubereiteten Essen: egal ob Fertig-Pizza oder Fertig-Salat mit industriell hergestelltem Dressing vom Discounter. Die hierbei häufig übertrieben süßen oder salzigen Fertigprodukte haben zu einer Anpassung unseres Geschmackssinns geführt. Mit der Folge, dass viele Menschen bitter als sehr unangenehm verbinden. Dabei unsere Großeltern aßen da noch wesentlich bitterer: Endiviensalat, Chicoree & Co. durften bei keinem Buffet fehlen.

Einzig in der mediterranen Küche konnten sich in der heutigen Küche die gesunden Naturstoffe dank Artischocken, Olivenöl und bitteren Küchenkräutern einigermassen halten.

Bitterstoffe helfen beim Abnehmen

Bitterstoffe sind wahre Turbos für die Verdauung. Sie regen die Bildung von Enzymen in der Bauchspeicheldrüse an, fördern die Produktion von Magen- und Gallensäften und sorgen für eine bessere Durchblutung der Leber. Dazu kommt, dass sie die Magen-Darmbewegungen aktivieren und die Verdauung von Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett nachweislich verbessern.

Bitterstoffe helfen auch auf vielerlei Art, Übergewicht abzubauen:

Durch die angekurbelte Produktion von Verdauungssäften lässt das Hungergefühl schneller nach. Wir sind früher satt und essen automatisch weniger.

Bitter ist das natürliche Pendant zu süß. Deine Zuckergelüste ebben ab, wenn Du stattdessen etwas Bitteres ißt. So überlistest Du deinen Verstand und beugst Heißhungerattacken vor.

In der Regel sind Nahrungsmittel mit vielen Bitterstoffen kalorienärmer als süße Lebensmittel. Und Kalorien, die Du nicht zu Dir nimmst, musst Du gar nicht erst abbauen.

Bitterstoffe optimieren die Verdauung, Nährstoffe können schneller in Energie umgewandelt werden statt sich an Bauch und Hüfte festzusetzen.

Du entwöhnst Dich langsam vom Zucker, wenn Du regelmäßig Bitterstoffe zu Dir nimmst. Das hilft Dir auf lange Sicht, seltener zu kalorienhaltigen Süßungsmitteln zu greifen.

In welchen Lebensmitteln stecken Bitterstoffe?

Bei den Gemüsesorten empfehle ich Dir Artischocken, Brokkoli, Rosenkohl, Aubergine, Fenchel, grüne Paprika, Kohl und Radieschen. Ebenfalls sehr gut sind Salate wie Rucola, Radicchio, Chicorée, Frisée. Beim Obst sind es vor allem Grapefruit, Pomelo oder Kumquat. Allerdings wurde bei vielen Obst- und Gemüsesorten, vor allem aus der konventionellen Landwirtschaft, der bittere Geschmack komplett herausgezüchtet. Dabei weiß jede/r gute Koch/Köchin, dass ein gelungenes Gericht immer alle Geschmackssinne anspricht – und dazu gehört neben süß, sauer, salzig eben auch bitter. Achte daher am besten alte Obst- und Gemüsesorten und verwende Extrakte oder auch Wildkräuter sowie natives Olivenöl in Deiner Küche.

Wer keine Lust hat, Kräuter zu sammeln, kann als Nahrungsergänzungsmittel auch zu fertigen Bitterstoffmischungen greifen. Die mildeste Art hiervon sind Tees mit bitteren Kräutern. 
Und auch wer sich schwer mit dem bitteren Geschmack tut, kann für den Anfang seine Smoothies, Dressings oder Shakes mit Bitterstoffen in Pulverform versetzen.
Denn tatsächlich kann man sich an den Geschmack gewöhnen, indem man jeden Tag etwas Bitteres den Speisen zufügt. Das können auch Gewürze sein, die für viele gar nicht so bitter schmecken wie Ingwer, Bockshornklee, Salbei, Rosmarin, Basilikum, Liebstöckl oder Curcuma. Bei Wildkräutern reichen oft schon kleine Mengen. Wenn Du Bitterstoffe regelmäßig und maßvoll in Deine tägliche Ernährung integrierst, schafft Du eine gute Basis für einen gesunden Organismus. Bitterstoffe stärken die Organe und schenken Energie.

Neugierig geworden?

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Posted by Michael Stranak